Wirbellosenwelt

 

Raubschnecke - Anentome helena

Diese schöne Schneckenart eignet sich hervorragend zum Dezimieren ungewünschter Schneckenarten. Im Gegensatz zu Kugelfischen hat sie den Vorteil, dass sie bei Mangel an Futterschnecken ebenso an herkömmliches Trockenfutter geht und ihr dadurch offensichtlich kein Schaden entsteht. Ganz im Gegensatz zu Kugelfischen. Da die Anentome helena nur 1 – 2 Eier ablegt ist die Gefahr, dass diese Schnecke überhand nimmt und zur Plage wird, nicht gegeben.

raubschnecke

 
Herkunft: Asien, Indonesien, Java, Thailand
Endgröße: 28 mm lang, 15 mm breit
Temperatur: 18 - 28 Grad
Wasserwerte: bevorzugt mittelhartes Wasser
Zucht: 1 - 2 Eier im Wasser an Hartsubstrat
Geschlechtsmerkmale: getrennt geschlechtlich, optisch nicht erkennbar

Anentome helena sind aktiv und viel im Becken unterwegs. Sie bevorzugen Sand oder feinen Kies als Bodengrund, da sie sich zur Beutejagd auch gerne eingraben. Dann ragt nur noch das Maul und der Rüssel aus dem Sand. So wartet die Schnecke, bis sich ein Opfer nähert. Mit ihrem Rüssel greift sie in den Gehäuseeingang der Futterschnecke und frisst diese auf. Angeblich kann sie Futterschnecken und Gerüche auch mit ihrem faltbaren Rohr wahrnehmen oder der Schleimspur anderer Schnecken folgen um diese zu jagen. Den Nachwuchs der eigenen Gattung lässt sie aber unbehelligt.

Da ich die Tiere immer wieder in 2er Gruppen zusammenhängen sehe, denke ich dass man auch ohne Zuchtwunsch auf jeden Fall keine Tiere einzeln halten sollte.
 

Zucht:
Raubschnecken sind getrennt geschlechtlich und züchten ohne großes Zutun wenn ausreichend Nahrung vorhanden ist. Allerdings ist die Anentome helena keine sehr produktive Schneckenart. Sie heftet 1, maximal 2 Eier an hartes Substrat wie Aquarienscheiben, Filter oder Wurzeln. Die Eier sind relativ eckig und sehen aus wie kleine, milchige Kissen in die jeweils ein Ei eingebettet ist. Nach 3 – 4 Wochen schlüpft daraus ein relativ blasses Ebenbild der Mutterschnecke, das übrigens von den anderen Raubschnecken nicht gefressen wird. Zumindest habe ich noch nie ein leeres Häuschen eines Babys gefunden.

Mehr Bilder folgen in Kürze.


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